Diese Seite sammelt alle Zeitungsartikel über den Fall, die als relevant erachtet werden, um die Wahrheit über Mario Paciollas Tod am 15. Juli herauszufinden. Nicht alle Zeitungsartikel wurden unter Bezugnahme auf offizielle Quellen verfasst, daher gibt es keine Gewissheit, dass ihr Inhalt zu 100% wahr ist.

SPRACHE

ÜBER MARIO PACIOLLA

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Foto von Matilde Dorcadie

Mario Paciolla war ein italienischer UN-Offizier und wurde am 15. Juli 2020 im kolumbianischen San Vicente del Caguán unter noch ungeklärten Umständen getötet. Er hatte bereits in Italien, Indien, Argentinien und Jordanien für verschiedene humanitäre Organisationen als Journalist und Politikwissenschaftler gearbeitet. Außerdem war Mario in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá als Verbindungsagent unter den Peace Brigades International tätig gewesen, bevor er seine Stellung als Offizier in der Beobachtermission der Vereinten Nationen einnahm. Dort war er dafür zuständig, die Einhaltung des Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC („Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens“) sicherzustellen. Mario war ein Spezialist für asiatische und afrikanische Politik, für internationale Beziehungen und zudem für vergleichende Studien in asiatischer Sprache, Kultur und Geschichte.

MARIO PACIOLLAS FALL

Am 15. Juli 2020 wurde der UN-Mitarbeiter Mario Paciolla in seinem Haus in San Vicente del Caguan in Kolumbien leblos aufgefunden. Die kolumbianischen Behörden bezeichneten den Fall zunächst als Selbstmord bei Hinrichtung. Kurz danach tauchten jedoch andere Details auf, wie z. B. Wunden am Körper, die durch eine Schneidwaffe verursacht wurden, was zu der Annahme führte, dass es sich um einen Mordfall handeln könnte. Eine Autopsie wurde am 20. Juli durchgeführt, aber die Ergebnisse sind noch unbekannt. Die Mordhypothese wird durch die Tatsache untermauert, dass Mario bereits das Flugticket für die Rückreise nach Napoli am 20. Juli gekauft hatte. Darüber hinaus beschreiben ihn Freunde und Familie als einen Jungen voller Leben, der niemals eine extreme Geste wie Selbstmord hätte begehen können. Verschiedene italienische Zeitungen führen die Todesursache auf einen schwierigen Kontext zurück, wie den kolumbianischen, in dem das Friedensabkommen zwischen Regierung und FARC ins Stocken gerät und in dem in letzter Zeit zahlreiche soziale Führer und Ex-Guerillas getötet wurden Jahr. Mario Paciolla arbeitete an einem Umbauprojekt des Caguan-Flusses, das in der Vergangenheit von Drogenhändlern für den Transport von Kokain auf einer Rafting-Strecke genutzt wurde, und laut italienischen Zeitungen hätte dies kolumbianische Drogenkartelle stören können. Aus den letzten Telefonanrufen zwischen Mario und seiner Mutter ergeben sich jedoch Hinweise, die zu einer anderen Schlussfolgerung führen als die italienischen Zeitungen. Tatsächlich sagte Mario zu seiner Mutter, dass "das Verhalten einer ihm bekannten Person ihn bedroht fühlte", "dass er mit seinen Vorgesetzten diskutiert hatte und dass er in große Schwierigkeiten geraten war". Mario sagte auch, dass "er nicht mochte, wie die Dinge am Arbeitsplatz liefen, dass er sich schmutzig fühlte und dass er in den Gewässern von Napoli ein Bad nehmen wollte". Die Tatsache, dass Mario aufgrund der Sperrung des Coronavirus von seinem Haus aus im Bereich der intelligenten Arbeit arbeitete und laut Mutter die einzigen Personen, mit denen er in Kontakt stand, seine Arbeitskollegen waren, lässt den weiteren Verdacht aufkommen, dass etwas passiert sein könnte am Arbeitsplatz. Diese Vermutungen verstärken sich, indem sie die Aussagen von Marios Mitarbeitern wie der investigativen Journalistin Claudia Julieta Duque lesen, die sich an eine Episode erinnert, in der Mario ihr erzählte, er sei von einem Kollegen beschuldigt worden, ein Spion zu sein. Der italienische Außenminister Luigi Di Maio und der Bürgermeister von Napoli Luigi De Magistris haben mobilisiert, um Druck auf die kolumbianische Regierung und die Vereinten Nationen auszuüben, um herauszufinden, was mit Mario passiert ist.